Als erstes möchten wir hier Geza vorstellen. Zugegeben nicht wirklich ein Friese, aber auch ein Pferd mit keiner schönen Geschichte. Geza kam im September 2003 zu uns. Geza ist eine sehr dominante Stute, sowohl Pferden gegenüber, sowie auch Menschen. Es ist nicht nach zu vollziehen, wie viele Vorbesitzer Geza hatte, von fünf wissen wir. Wahrscheinlich musste Geza sooft ihr zu Hause wechseln, weil sie eben nicht so "funktioniert" hat, wie die Menschen es sich vorgestellt haben. Anfangs zeigte Geza deutlich, dass sie Menschen nicht vertrauen kann. Es hat lange gedauert, bis wir einen gemeinsamen Weg gefunden haben. Es war und ist nicht immer einfach mit ihr und auch ich muss zugeben, dass ich mehr als einmal überlegt habe, mich von ihr zu trennen!
 
Heute bin ich sehr froh, dass ich diesen harten Weg mit ihr gegangen bin. Im Januar 2006 hat sich Geza eine Beinverletzung zugezogen, die leider von unserem damaligen Tierarzt falsch diagnostiziert wurde. Wie sich leider erst nach einigen Monaten durch einen anderen Tierarzt rausstellte war die Fissur ein Sehnenanriss. Er machte uns kaum Hoffnung,dass sie jemals wieder reitbar sein würde, da die Sehne zwischenzeitlich mit dem Unterstützungsband verwachsen war. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unseren Hof noch nicht und mussten monatlich die Stallkosten als Einstaller tragen. Trotzdem kam es für mich nie in Frage, Geza wegen ihrer Unreitbarkeit abzugeben. Heute, knapp zwei Jahre später, ist trotz aller schlechten Prognosen die Sehne wieder ganz in Ordnung. Manchmal hilft einfach nur Zeit geben doch am besten!
Heute genießt Geza bei uns ihre wohlverdiente Rente.